Der NANOrouter lässt sich mit einer SIM-Karte von Aldi Talk problemlos als mobiler Internetzugang einsetzen. Damit eignet er sich beispielsweise für Standorte, an denen kein DSL- oder Kabelanschluss vorhanden ist oder bei denen eine unabhängige Internetverbindung als Backup benötigt wird.
Für die Mobilfunkverbindung kommt im NANOrouter ein Quectel EC25-EC LTE-Modem zum Einsatz. Das Modem unterstützt die erforderlichen LTE-Mobilfunkstandards und stellt die Verbindung zum Aldi-Talk-Netz her.
Modem konfigurieren
Für Aldi Talk wird als APN internet verwendet. Die Initialisierung des Quectel-Modems erfolgt mit folgendem Befehl:
&F0+CMEE=2+QCFG=“nwscanmode“,0,1+QICSGP=2,1,“internet“,““,““,0+CFUN=1
Dabei wird unter anderem der Netzscan auf den automatischen Modus eingestellt und das für Aldi Talk benötigte APN internet hinterlegt. Benutzername und Passwort sind nicht erforderlich.
Point-to-Point-Verbindung einrichten
Nach der Modeminitialisierung wird im NANOrouter ein Point-to-Point-Interface eingerichtet. Als Modemgerät wird das vom System bereitgestellte Device unter /dev/cuaU0.2 verwendet.
Bei den Einstellungen für das Point-to-Point-Interface können die meisten zusätzlichen Einträge leer bleiben. Entscheidend ist lediglich die Telefonnummer: *99# Über diese spezielle Rufnummer wird die Datenverbindung über das Mobilfunkmodem aufgebaut.
PtP-Interface mit WAN verbinden
Damit der NANOrouter die über das Mobilfunkmodem aufgebaute Verbindung tatsächlich für den Internetzugang verwendet, muss das neu angelegte Point-to-Point-Interface dem WAN zugeordnet werden.
Dazu wird in der Netzwerkkonfiguration des NANOrouters das PtP-Interface als WAN-Interface ausgewählt. Das bisherige WAN-Interface wird entsprechend durch das PtP-Interface ersetzt beziehungsweise die WAN-Konfiguration wird auf dieses Interface angewendet.
Wichtig ist dabei, dass die IP-Konfiguration des WAN nicht manuell vorgegeben wird. Die IP-Adresse und die weiteren für die Verbindung erforderlichen Parameter werden vom Mobilfunknetz beziehungsweise vom Provider bereitgestellt.
Nach dem Speichern der Konfiguration und dem Start des PtP-Interfaces baut der NANOrouter die Verbindung über das Quectel EC25-EC auf. Sobald die Verbindung steht, erhält das WAN-Interface seine IP-Konfiguration und der NANOrouter kann den angeschlossenen Geräten den Internetzugang über Aldi Talk zur Verfügung stellen.
Ergebnis
Damit ist der NANOrouter vollständig für den Betrieb mit einer Aldi-Talk-SIM eingerichtet:
Aldi Talk SIM → Quectel EC25-EC → PtP-Interface → WAN → NANOrouter → LAN
Der Aufbau eignet sich besonders für Standorte ohne DSL-Anschluss, temporäre Installationen oder als zusätzliche Internetverbindung für den Ausfallschutz.
Da unser Lieblingshersteller den Vertrieb von PCs eingestellt hat und wir nichts adäquates in Deutschland finden konnten, haben wir mit dem Hersteller unserer Routerplatinen gesprochen. Herausgekommen ist unser Smart Client PC SCK12. Das Basismodell hat eine i7 (8750H) CPU und 16 GB RAM (DDR4). Es sind 5 USB-3.1 Ports vorhanden, einer davon ist vorne verbaut, die restlichen auf der Rückseite. Auf der Front befinden sich weiterhin 2 USB-2 Ports und ein Headsetanschluss. Auf der Rückseite befinden sich weiterhin die WLAN Antennen, 1 Ethernet Port, 1 Mikrofon und 1 Kopfhörer/Lautsprecher Anschluss und einmal je 1 VGA und 1 HDMI Monitoranschluss. Die CPU war ein Kompromiss zwischen Kosten und Leistung unseres Mini PCs, da wir erst einmal mit einem Modell anfangen wollten. Das Basis Model hat eine 512 GB SSD.
Ab sofort gibt es bei uns den Router auch mit 6 dedizierten Lan Ports. Der FR-006-01 hat die gleichen Daten wie der FR-004-1 nur mit 6 statt 4 Lan Ports. Er ist auch in zwei Versionen verfügbar, einmal Standard und einmal für NetCologne vorbereitet. Das Zubehör, WLAN oder G4 Modem, passt auch in den neuen Router.
Unser Router NANOrouter FR-004-1 gibt es auch in einer Version für NetCologne. Er berücksichtigt VLAN 10 für Internet und VLAN 20 für die Telefonie. Das VLAN 20 kann für die Telefonie in das LAN geroutet werden oder auf einem extra LAN laufen. Als Option gibt es ein G.FAST oder VDSL2 Modem. G.FAST benötigt man bei NetCologne für die Produkte NetSpeed 250, NetSpeed 500 und NetSpeed 1000. Hier bietet NetCologne zur Zeit nur die Fritzbox 7583 an, da diese als einzige Fritzbox G.FAST zur Verfügung stellt.
2005 haben wie unseren ersten SIP / PRI Telefonserver aufgebaut. Er konnte 6000 Telefonnummern verwalten. Dabei war, von heutiger Sicht aus gesehen, der Server gar nicht so leistungsstark. Die CPU hatte 900 MHz und ihr standen 512 MB RAM zur Verfügung. Die Daten wurden auf 2 Stk 80 GB Festplatten gespeichert, die als Raid1 konfiguriert waren. Als Software diente Asterisk 0.99 mit vielen eigenen Patches. 17 Jahre hat die Maschine durchgehalten! Sie würde immer noch arbeiten, wenn wir sie jetzt nicht ersetzt hätten. Das kann man wohl nachhaltige IT nennen. Der neue Server läuft mit Asterisk 20.0 und hat nur noch SIP Trunking.